Spicy Girls

Bei den „Spicy Girls“ handelt es sich um eine Mädchen- Kochgruppe. Die Teilnehmerinnen sind zwischen 11 und 17 Jahren und kommen aus Köln. Sie stammen aus verschiedensten Regionen Europas und leben mittlerweile dauerhaft in Deutschland.


„Mit dem Kochkurs wurde ein Angebot geschaffen, dass die jungen Roma-Mädchen, die bisher schwer zu errei¬chen waren, nun ganz gezielt anspricht. Bei gemeinsamen Kochen und Backen lernt man sich untereinander näher kennen und schaut über den ‚eigenen Tellerrand‘ hinaus“, fasst Ismeta Stojkovic, diplomierte Arabistin und derzeit als Roma-Schulmediatorin in Köln tätig, ihre ersten Eindrücke zusammen. Sie leitet die Gruppe und hat sich für die Zukunft noch viel vorgenommen. Die Ortsgruppe Köln der Roma-Jugendorganisation Terno Drom führt das neue Angebot durch. Die Räumlichkei¬ten werden von dem Verein Rom e.V. gestellt.


Auch bei den Eltern fand das Projekt großen Zuspruch. Hier werden alte Familienrezepte erprobt und nachgekocht. Die Jugendlichen erkundigen sich bei Eltern und Großeltern nach Rezepten. Somit wird auch der generationsübergreifende Dialog angeregt. Die Rezepte sollen gesammelt und nach etwa einem Jahr mit den Mädchen in einem gemeinsamen Kochbuch verfasst werden.


Das Projekt der „Spicy Girls“ ist stufenweise angesetzt. Im zweiten Jahr des Projektes sollen gezielt Mädchen aus anderen Kulturkreisen angesprochen werden, um das Projekt interkulturell zu öffnen. Auch hier möchte man ein interkulturelles Kochbuch erstellen.


Während der gesamten Laufzeit sind auch Ausflüge und Wochenendfahrten geplant. So wollen die jungen Köchinnen und Bäckerinnen eine Printen Bäckerei in Aachen besuchen oder sich im Schwarzwald auf die Spuren der Schwarzwälder Kirschtorte begeben.

 

Geförtdert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms Kultur mach stark.